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28.09.2026 | Building Technology, Nachhaltigkeit | Lesezeit: 3 min

Synergiepark Sursee für nationalen Standortförderungsaward nominiert

Sursee – Vier Unternehmen aus der Region Sursee entwickeln nördlich der Autobahn einen gemeinsamen Gewerbestandort und brauchen dafür rund 40 Prozent weniger Fläche als mit separaten Neubauten. Nun ist der «Synergiepark Sursee» für die Standortförderungsawards 2026 von Netzwerk Standort Schweiz nominiert.

Netzwerk Standort Schweiz, der Dachverband der Schweizer Standort- und Wirtschaftsförderungen, hat für die diesjährigen Awards 14 Projekte aus der ganzen Schweiz erhalten. Die Fachjury hat sechs davon nominiert, darunter den Synergiepark Sursee. Eingereicht hat ihn der Regionale Entwicklungsträger (RET) Sursee-Mittelland. Die Nominierten haben ihre Projekte Mitte September der Jury präsentiert. Die Awards werden am 26. November 2026 an der Fachtagung «Dialog Herbst» in Bern verliehen.

Vier Unternehmen, ein Standort
Hinter dem Synergiepark, bis vor Kurzem unter dem Namen «Hammerwald Nord» bekannt, stehen vier ansässige Unternehmen: die Hecht Holzbau AG, die BS Fenster- und Türenbau AG, die Anton Häfliger AG mit ihrem Kühlhaus und die Eurobus Häfliger AG. Letztere betreibt eine Postauto-Garage, in der das Fahrzeug-Prüfcenter des Kantons Luzern eingemietet ist. Die Unternehmen planen keine separaten Neubauten, sondern entwickeln einen gemeinsamen Standort. Laut RET Sursee-Mittelland spart das rund 40 Prozent Fläche. Den Namen «Synergiepark» haben die beteiligten Firmen selbst gewählt.

Wachstum auf weniger Boden
Seit der Revision des Raumplanungsgesetzes 2014 gilt der Auftrag zur inneren Verdichtung auch für Gewerbe-, Arbeits- und Industriezonen. Für Unternehmen, die wachsen wollen, heisst das: Neue Flächen sind knapp, Erweiterungen müssen effizienter geplant werden. Der Synergiepark ist ein Beispiel dafür, wie ansässige Betriebe eine Entwicklungsperspektive erhalten und gleichzeitig weniger Boden beanspruchen.

Vom Koordinations- zum Umsetzungsprojekt
Koordiniert wurde das Vorhaben über das Gebietsmanagement ESP Sursee. Dieses führt der RET Sursee-Mittelland im Auftrag des Kantons Luzern und der sechs Sursee-Plus-Gemeinden Geuensee, Knutwil, Mauensee, Oberkirch, Schenkon und Sursee. Der Entwicklungsschwerpunkt Sursee ist einer von zehn ESP von kantonaler Bedeutung und flächenmässig der zweitgrösste. Inzwischen liegt die Federführung bei den beteiligten Unternehmen. Aus dem Koordinationsprojekt ist ein Umsetzungsprojekt geworden.

Quelle: Surseer Woche, Sonderausgabe: Wirtschaft im Fokus, 17.9.2026

Regionaler Entwicklungsträger Sursee-Mittelland