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03.07.2026 | Innovation, Nachhaltigkeit | Lesezeit: 3 min

Stadt Luzern unterstützt modernes Energiekonzept des Kantonsspitals

Luzern - Die Stadt Luzern unterstützt mit Mitteln ihres Energiefonds ein modernes Energiekonzept des Luzerner Kantonsspitals. Dabei soll Abwärme der Kliniken zu Heiz- und Kühlzwecken genutzt werden. Mit der Unterstützung in Höhe von 270‘000 Franken will Luzern lokal verursachte Treibhausgasemissionen reduzieren.

Die Stadt Luzern fördert ein innovatives Energieprojekt des Luzerner Kantonsspitals (LUKS). Das Spital will im Herbst 2026 das neue Kinderspital und die Frauenklinik eröffnen. Diese Bauten werden zusammen mit weiteren des Spitalareals an ein modernes nachhaltiges Wärme- und Kältenetz angeschlossen. Dessen Realisierung fördert der Energiefonds der Stadt mit einem Beitrag in Höhe von 270‘000 Franken, heisst es in einer Mitteilung.

Das Wärme- und Kältenetz, fachlich Anergienetz genannt, besteht auf dem Prinzip, dass zu viel anfallende Wärmeenergie des Sommers im Erdreich gespeichert wird, um im Winter genutzt werden zu können. Dabei wird Abwärme aus dem Gebäude über 800 Erdsonden in einen Bodenspeicher geleitet. Im Winter kann diese Energie zum Heizen abgerufen werden, im Sommer werden die Gebäude so mittels Geocooling gekühlt. Mit dem System will das LUKS so viel Heizenergie einsparen, wie etwa 1400 Haushalte jährlich verbrauchen.

«Es ist für städtische Verhältnisse ein sehr grosses Projekt der Abwärmenutzung», wird Marco Baumann, Umwelt- und Mobilitätsdirektor der Stadt Luzern, in der Mitteilung zitiert. «Da das Konzept auch in kleinerem Massstab anwendbar ist, taugt es als Vorbild für andere Liegenschaften.» Aron Duss, Leiter Technik und Sicherheit am LUKS, sieht in dem Anergienetz den Vorteil, Wärme und Kälte standortübergreifend nutzen zu können. «Gleichzeitig erhöhen wir die Betriebssicherheit, was für die zuverlässige medizinische Versorgung der Bevölkerung entscheidend ist», so Duss.

Das LUKS hat etwa 11 Millionen Franken in das Projekt investiert. Mit dem Anergienetz benötigt das Spital künftig weniger Fernwärme der Kehrichtverbrennungsanlage Renergia in Perlen. Die freiwerdende Wärmemenge kann an anderen Stellen im Fernwärmenetz genutzt werden, um dort weitere fossile Heizungen zu ersetzen.

Luzerner Kantonsspital