Perlen Industrieholding erreicht bei Transformation Etappenziele
Root LU - Der strategische Umbau der Perlen Industrieholding von der traditionellen Papierproduzentin zu einem diversifizierten Industrieunternehmen schreitet voran. So steigt etwa die Tochterfirma Perlen Papier in den Faserguss ein. Das soll die Wettbewerbsfähigkeit im Kernmarkt der grafischen Papiere stärken.
Die Perlen Industrieholding AG hat nach ihrer Mitteilung bei ihrer Transformation zu einem diversifizierten Industrieunternehmen erste Meilensteine erreicht. Doch zunächst hätten in den vergangenen Monaten «schwierige, aber notwendige Entscheidungen» getroffen werden müssen, um die Wettbewerbsfähigkeit in unserem Kernmarkt der grafischen Papiere zu verbessern, in welchem wir weiterhin ein herausforderndes Marktumfeld erwarten», wird CEO Dr. Florian Geiger zitiert. Nun hätten weitere strategische Weichen gestellt werden können. Er wisse aber auch, «dass wir erst am Anfang der Transformation stehen».
Zu diesen Weichenstellungen zählt eine neue Ausrichtung des Tochterunternehmens Perlen Papier, die dessen Wettbewerbsfähigkeit stärken soll: Es wird sich künftig auf die nachhaltige, profitable Entwicklung seines Kernmarkts der Presse- und Magazinpapiere in Europa konzentrieren. Zum anderen wird Perlen Papier in fasergussbasierte Verpackungslösungen einsteigen. Dieses kreislauffähige Material gilt als vielversprechende rezyklierbare Alternative zu Kunststoff und findet zunehmend in Form von Schalen, Umverpackungen oder Flaschen Anwendung.
Dafür stehen dem Unternehmen die notwendigen Ausgangsmaterialien Altpapier, Holz- und Zellstoff ohnehin zur Verfügung. Deshalb sieht es sich «ideal positioniert», um dieses Geschäftsfeld in der Schweiz aufzubauen. An der Fachmesse Empack in Bern wird Perlen Papier am 28. und 29. Januar 2026 erste Testprodukte ebenso präsentieren wie seine Spezialpapiere.
Zudem realisiert die Perlen Industrieholding in Zusammenarbeit mit der Firma Wattss aus Frauenfeld auf dem eigenen Areal einen Batteriespeicher mit 10 Megawatt Leistung und 20 Megawattstunden Kapazität. Er soll Ende 2026 in Betrieb gehen. Weitere Projekte der Energieinfrastruktur und die mögliche Ansiedlung von Rechenzentren auf dem Gelände befinden sich in konzeptioneller Vorbereitung.