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03.11.2026 | Lesezeit: 3 min

Luzerner Stimmvolk entscheidet über Sicherheitszentrum Rothenburg

Luzern/Rothenburg LU - Die Luzerner Stimmbevölkerung gibt am 29. November 2026 ihr Votum über den Neubau des Sicherheitszentrums Rothenburg ab. Der Kantonsrat hatte den Sonderkredit von 276 Millionen Franken für die dortige Zusammenführung verschiedener Dienste bereits im Juni einstimmig gutgeheissen.

Die Volksabstimmung über das Sicherheitszentrum Rothenburg ist auf den 29. November 2026 geplant. Durch die Zusammenführung der sicherheitsrelevanten Dienste will der Kanton Luzern die Sicherheit stärken, heisst es in seiner Mitteilung vom 2. November 2026. «Mit dem Projekt schaffen wir Voraussetzungen, die auf die langfristigen Bedürfnisse des Kantons ausgerichtet» sind, wird Finanzdirektor Reto Wyss zitiert. «Die verschiedenen Nutzungen werden dort gebündelt, wo dies für die Zusammenarbeit und die Nutzung der Infrastruktur sinnvoll ist.»

Die «gut durchdachte, umfassende und wirtschaftliche Lösung» – so der Kanton in seiner Projektbeschreibung – wird sich voraussichtlich auf 276 Millionen Franken belaufen. Die Botschaft des Regierungsrats über einen Sonderkredit in dieser Höhe hat der Kantonsrat in seiner Juni-Session einstimmig gutgeheissen. Nimmt auch die Luzerner Stimmbevölkerung die Vorlage an, sollen die Bauarbeiten im Sommer 2027 beginnen und im Herbst 2032 abgeschlossen sein.

Für die Projektierung des Gebäudes zwischen dem Bahnhof Rothenburg Station und der Autobahn A2 hatte der Kantonsrat im März 2023 bereits einen Sonderkredit von 22 Millionen Franken bewilligt. Das Herzstück des Neubaus bildet die integrierte Leitstelle für die Kantone Luzern, Obwalden und Nidwalden, wo Notrufe und Einsatzkräfte kantonsübergreifend koordiniert werden – «ein absolutes Novum» für die Schweiz, so der Kanton. Vorgesehen sind auch ein Festnahmezentrum, eine Schiesstrainingsanlage, eine Werkstatt und das Labor der Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz.

«Sicherheit entsteht nicht erst dann, wenn ein Einsatz beginnt», betont Justiz- und Sicherheitsdirektorin Ylfete Fanaj. «Sie braucht im Hintergrund leistungsfähige Strukturen, auf die sich die Mitarbeitenden verlassen können.»

Die Kriminalpolizei bleibt an der Kasimir-Pfyffer-Strasse, damit im Sicherheitszentrum Rothenburg genügend Raumreserven für weitere Entwicklungen erhalten bleiben. Insgesamt sind in Rothenburg 4000 Quadratmeter «strategische Reserveflächen» eingeplant. Das entspricht rund 13 Prozent der gesamten Nutzfläche von rund 31'000 Quadratmetern. Sie werden vorerst im Rohbau belassen. Dafür wären laut Regierung ein neuer Kredit und voraussichtlich auch ein Baugesuch nötig.