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26.08.2025 | Innovation, Nachhaltigkeit | Lesezeit: 2 min

Innerschweizer Klimaprogramm für KMU startet im September

Luzern/Root LU - Zelsius und die Albert Koechlin Stiftung lancieren ihr Klimaprogramm für KMU aus der Zentralschweiz. Es unterstützt sie dabei, erste Schritte in Richtung Netto-Null zu machen. Die Stiftung übernimmt bis zu 83 Prozent der Kosten für Beratung und Erstbilanzierung der CO2-Emissionen.

Innerschweizer KMU, die eine möglichst fossilarme Zukunft anstreben, können sich für das Innerschweizer Klimaprogramm ab sofort anmelden. Es startet im September 2025 und bietet konkrete Unterstützung bei der systematischen Reduzierung der Emissionen. Die Initiative wird von Zelsius und der Albert Koechlin Stiftung getragen. Sie richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitenden in den Kantonen Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Luzern.

Wie es in einer Medienmitteilung von Zelsius, der im Technopark Luzern in Root ansässigen und von Geschäftsführerin Adina Hochuli geleiteten Ausgliederung der Hochschule Luzern, heisst, sei der zentrale Auslöser für das Programm eine 2022 durchgeführte Umfrage der AXA-Versicherung gewesen. Sie zeigte auf, dass nur eines von acht KMU in der Schweiz die Höhe seiner CO2-Emissionen kennt. Gleichzeitig verursacht die Wirtschaft laut einer Erhebung der Unternehmensberatung McKinsey über den Klimastandort Schweiz je nach Abgrenzung zwischen 30 und 60 Prozent der inländischen Emissionen. Von den knapp 50 Millionen Tonnen inländischen CO2-Äquivalenten entfallen rund 30 Prozent direkt auf den sekundären und tertiären Sektor, während die Wirtschaft im weiteren Sinne das Doppelte verursacht, also 60 Prozent. Von diesen 60 Prozent entfallen 24 bis 30 Prozentpunkte auf KMU.

Nach einem Kennenlernen mit den Zelsius-Fachleuten bezüglich Bilanzierung und Klimaberichterstattung werden die Daten des teilnehmenden KMU erfasst. Innert weniger Tage erhält das Unternehmen dann einen detaillierten Klimabericht mit der CO2-Bilanz. Je nach Unternehmensgrösse übernimmt die Albert Koechlin Stiftung bis zu 83 Prozent der Kosten.

«Die gewonnenen Erkenntnisse können KMU im Anschluss nutzen, um wirksame und wirtschaftliche Lösungen systematisch zu priorisieren», wird Programmleiter Marcel Niederberger zitiert. «Es ist uns ein Anliegen, mit dem Programm einen möglichst niederschwelligen Einstieg in den Klimaschutz zu bieten.»