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26.10.2026 | Innovation | Lesezeit: 3 min

Industrie-Apéro Reiden: Innovation braucht die richtigen Partner

Reiden – Rund 60 Unternehmerinnen und Unternehmer trafen sich in Reiden bei der Truttmann AG zum Industrie-Apéro. Im Zentrum stand die Frage, wie KMU Innovationen vorantreiben können, ohne alle Kompetenzen selbst aufzubauen. Zudem gab es einen Zwischenstand zum Entwicklungsschwerpunkt Reiden/Wikon.

Die Gemeinden Reiden und Wikon luden am Mittwoch, 21. Oktober, zum Industrie-Apéro in die Lagerhalle der Truttmann AG. Gemeindepräsident Josua Müller betonte zur Begrüssung die Bedeutung der lokalen Wirtschaft: In Reiden sind rund 500 Betriebe mit etwa 4000 Arbeitsplätzen ansässig. Der regelmässige Austausch mit den Unternehmen sei der Gemeinde deshalb ein wichtiges Anliegen.

Von der Idee bis zur Markteinführung
Kathrin Scherer, Leiterin Unternehmensentwicklung bei der Wirtschaftsförderung Luzern, zeigte auf, welche Unterstützung Unternehmen bei Innovationsprojekten offensteht. Ihre Kernbotschaft: «Man muss nicht alles selbst können, aber wissen, wo man die richtigen Partner findet.» Hochschulen, Fachstellen und Förderprogramme bieten dafür verschiedene Möglichkeiten – etwa Projektarbeiten mit Studierenden der Hochschule Luzern oder der ETH Zürich, Innovationscoachings von Innosuisse oder die Zusammenarbeit mit dem InnovationsTransfer Zentralschweiz (ITZ) und CSEM in Alpnach. Die Wirtschaftsförderung Luzern dient dabei als erste Anlaufstelle und vermittelt die passenden Kontakte. Zudem informierte Kathrin Scherer über den Luzerner Innovationsbeitrag (LIB), mit dem der Kanton seit Oktober 2026 Innovationsprojekte von Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen finanziell unterstützt.

Innovation im eigenen Betrieb
Wie Innovation in der Praxis aussieht, zeigte Gastgeber René Steinmann, Geschäftsführer und Inhaber der Truttmann AG. Das Unternehmen entwickelt und fertigt Kälteanlagen und Wärmepumpenaggregate für Gewerbe und Industrie und setzt dabei auf das natürliche Kältemittel CO₂. Vor elf Jahren zog die Truttmann AG von Oftringen nach Reiden. Seither ist die Zahl der Mitarbeitenden laut Unternehmensangaben von 32 auf rund 170 gestiegen. Für Steinmann beginnt Innovation bei den Mitarbeitenden. Im Anschluss erhielten die Gäste Einblick in die Produktion.

Entwicklungsschwerpunkt Reiden/Wikon
Sabina Uffer, Gebietsmanagerin der Entwicklungsschwerpunkte Reiden/Wikon und Dagmersellen im Auftrag des Regionalverbands Zofingenregio, informierte über den Stand der Planung. Für den Entwicklungsschwerpunkt Reiden/Wikon wurde eine Potenzialkarte erarbeitet und in einem Workshop diskutiert. Geprüft wird unter anderem eine Erweiterung Richtung Mehlsecken. In einem kooperativen Planungsprozess soll nun ein Gesamtkonzept mit Planungshorizont 2040 entstehen.

Der Willisauer Bote hat über den Anlass berichtet: Innovation muss keine Einzelleistung sein - Willisauer Bote

Truttmann AG