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18.03.2026 | Building Technology, Innovation, Nachhaltigkeit | Lesezeit: 3 min

HSLU forscht zu thermischen Netzen

Luzern - Forschende der Hochschule Luzern (HSLU) arbeiten an der Entwicklung von thermischen Netzen. Die werden zu Zeiten der Klimaerwärmung immer wichtiger zum Kühlen dicht bebauter Städte. Die Hochschule hielt in diesem Zusammenhang ein Seminar mit überregionaler Beteiligung ab.

Forschende der Hochschule Luzern (HSLU) arbeiten an der Entwicklung saisonaler thermischer Energiespeicher. Thermische Netze werden zu Zeiten der Klimaerwärmung immer wichtiger, um dicht bebaute Städte kühlen zu können. Dabei wird Wasser aus Seen oder Flüssen zum Kühlen von Gebäuden durch Rohrsysteme geführt, die im Winter für Fernwärme genutzt werden. Um die Entwicklung solcher Systeme vorantreiben zu können, hat die Hochschule zu einem Erfahrungsaustausch geladen. Laut einer Mitteilung fand das 22. IGE-Seminar des Instituts für Gebäudetechnik und Energie (IGE) am 11. März 2026 statt. An den Vorträgen und Diskussionen nahmen weiterhin Vertreter von Thermische Netze Schweiz, WWZ Energie AG (Zug), der Wien Energie GmbH sowie der Stadt Zürich mit ihrem Projekt CoolCity Zürich teil.

An der HSLU werden flexible Wärmespeicher entwickelt, die sich den ändernden Bedingungen anpassen. Forschende unter Leitung von Timotheus Zehnder zeigten auf, wie Brennholz dank Rauchgasabkühlung und -kondensierung in Holzfeuerungen effizienter genutzt werden kann. Drei Referierende stellten thermische Netze für die Wärme- und Kälteversorgung in Zug, Zürich und Wien vor.

Einen interessanten Aspekt brachte Dieter Kissling vom ifa Institut für Arbeitsmedizin ein: Raumtemperaturen für Büros wurden in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts an die Bedürfnisse von Männern (21 bis 22 Grad Celsius) angepasst. Es zeigte sich jedoch, dass Frauen bei 26 bis 27 Grad Celsius produktiver sind. Bei einem höherem Frauenanteil in der Arbeitswelt gelte es zu überlegen, ob man die Raumtemperaturen nicht anpassen sollte.

Die Vielfalt der Themen zeigte, dass der Klimawandel weitere Herausforderungen stellt. Das 23. IGE-Seminar wurde bereits für den 10. März 2027 einberufen. 
 

Hochschule Luzern