GWF und WASSER FÜR WASSER kooperieren für Zugang zu Wasser
Luzern - Die GWF AG und die gemeinnützige Organisation WASSER FÜR WASSER machen gemeinsam Wasserflüsse durch digitale Überwachung erstmals transparent. Das schafft jetzt auch in einem Pilotprojekt in Sambia ein System, das sich selbst trägt, akzeptiert ist und sicheren Zugang zu Wasser gewährt.
Die GWF AG und der Verein WASSER FÜR WASSER (WfW) engagieren sich zusammen dafür, dass weniger Wasser durch Lecks in den Rohrleitungen versickert. Denn durch das ungenutzte Wasser fehlen Gemeinden in ärmeren Gegenden der Welt Einnahmen für Wartung, Betrieb und Ausbau der Wassernetze.
Dieses Problems nehmen sich nun das Familienunternehmen GWF mit seiner 125-jährigen Tradition in der Messtechnik und WfW mit jahrelanger Erfahrung im Aufbau von Wasserversorgung in Kleinstädten an, heisst es in einer Mitteilung der beiden in Luzern ansässigen Partner. Damit beweise die branchenübergreifende Luzerner Allianz, dass unternehmerisches Denken und soziale Wirkung kein Widerspruch sind, sondern die Voraussetzung für langfristige Lösungen.
«Die Herausforderungen im Wassersektor sind zu komplex, um sie isoliert zu lösen», wird Florian Strasser, CEO und Chairman der GWF AG, zitiert. «Wir bringen unsere technologische Kompetenz in der Messung und Datenanalyse ein. WfW liefert das entscheidende operative Know-how vor Ort und die soziale Verankerung. Diese Zusammenarbeit, die auch Verantwortung für die Installation und den Betrieb beinhaltet, ermöglicht es uns, eine nachhaltige Wirkung für die lokale Community zu erzielen.»
Praktisch umgesetzt haben GWF und WfW ihre Zusammenarbeit erstmals im Pilotprojekt Water in a Box. Es wurde in der Kleinstadt Pemba im Süden Sambias realisiert. GWF liefert solarbetriebene Messtechnik und die digitale Infrastruktur für das Monitoring und die Abrechnung. WfW installiert die Systeme und betreibt sie künftig als lizenzierter Wasserversorger.
Nun wird das Modell auf weitere Kleinstädte skaliert. Allein in der Südprovinz Sambias stehen den Angaben zufolge rund 150 vergleichbare Städte vor ähnlichen Herausforderungen. «Wenn wir Wasserverluste reduzieren und den effektiven Verbrauch fair abrechnen können, schaffen wir ein System, das sich finanziell selbst trägt, gesellschaftlich akzeptiert ist – und den Menschen langfristig sicheren Zugang zu Wasser gibt», so Lior Etter, Co-Geschäftsleiter von WASSER FÜR WASSER.