GeoLab der ETH entsteht in Root
Root LU/Zürich - Das ETH Swiss GeoLab der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) wird im D4 Business Village in Root aufgebaut, neben dem Technopark Luzern. Insgesamt haben sich 46 Standorte im Kanton Luzern um die Ansiedlung des neuen Kompetenzzentrums für Erdbeobachtung beworben.
Die ETH hat das D4 Business Village in Root als Standort für ihr neues ETH Swiss GeoLab gewählt. Laut einer Mitteilung der ETH soll das interdisziplinäre Kompetenzzentrum für Erdbeobachtung im Sommer 2026 eröffnet werden. Zu einem Kernteam werden sukzessive weitere Teams stossen, die für spezifische Forschungsprojekte nach Luzern kommen. Seine volle Grösse erreicht das ETH Swiss GeoLab um 2030. Dann sollen dort rund 100 Fachpersonen vor allem projektbasiert tätig sein.
Als erstes konkretes Pilotprojekt wird die Früherkennung von Massenbewegungen wie Fels- und Bergstürze durch Satellitenbilder genannt. In Zusammenarbeit mit dem WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung und dem Bundesamt für Umwelt «wollen wir diese kantonalen und lokalen Früherkennungssysteme wo möglich optimieren und auf die gesamten Schweizer Alpen ausweiten», erklärt ETH-Professorin Verena Griess, die das neue Zentrum als Co-Direktorin gemeinsam mit ETH-Professor Thomas Zurbuchen leitet.
Am 4. November 2025 hatte die Wirtschaftsförderung Luzern die Standortsuche für das GeoLab eröffnet. Aus 46 eingegangenen Bewerbungen kamen sieben in die engere Auswahl, wurden im Januar 2026 besichtigt und vertieft geprüft. Bei der Entscheidung für das D4 Business Village in der Gemeinde Root war den Angaben zufolge auch das attraktive unternehmerische Umfeld mit dem Technopark Luzern in unmittelbarer Nachbarschaft ausschlaggebend. Ausserdem wird am GeoLab ein Künstliche-Intelligenz-Modell mit Geodaten trainiert. Es soll für Entscheidungsträgerinnen und -träger, Forschende und private Firmen komplexe räumliche Zusammenhänge interpretieren.
Der Kanton Luzern unterstützt das ETH Swiss GeoLab mit 2,8 Millionen Franken. «Um das Business Village und den Technopark herum entsteht ein Innovationscluster, von dem der Kanton Luzern und die gesamte Zentralschweiz profitieren», wird der Luzerner Regierungsrat und Wirtschaftsdirektor Fabian Peter zitiert.