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16.11.2022 | Nachhaltigkeit | Lesezeit: 2 min

Emmi installiert solarthermische Anlage

Luzern/Langnau BE - Milchverarbeiter Emmi hat als erstes Schweizer Privatunternehmen eine industriell genutzte solarthermische Anlage in Betrieb genommen. Sie erzeugt am Produktionsstandort Langnau hocherhitztes Prozesswasser.

Am Emmi-Produktionsstandort Langnau wandeln 109 Solarthermiekollektoren Sonnenlicht in Wärme um. Diese solarthermische Anlage ist laut einer Medienmitteilung die erste industriell genutzte der Schweiz, die ein Privatunternehmen in Betrieb genommen hat. Sie soll pro Jahr 55 Tonnen CO2 einsparen. Damit sieht sich der Milchverarbeiter hinsichtlich seines netZERO 2050-Reduktionspfads auf Kurs.

Auf rund 210 Quadratmetern Dachfläche wird in Langnau aus Sonnenlicht ein Teil des benötigten hocherhitzten Prozesswassers hergestellt. Die Anlage wurde vom Genfer Anbieter TVP Solar realisiert. Bisher hatte das Unternehmen die Wirksamkeit dieser Technologie beim Heizungsnetz des Infrastrukturunternehmens Service Industriels de Genève und im Ausland unter Beweis gestellt.

«Dieses Pionierprojekt zeigt exemplarisch, welches Potenzial Solarthermie im industriellen Einsatz auch in der Schweiz hat», wird TVP Solar-CEO Piero Abbate zitiert. Dessen Umsetzung wurde vom Bundesamt für Energie und durch Mittel der Klimastiftung Schweiz gefördert. «Um die Dekarbonisierung in Schweizer Unternehmen schneller und flächendeckend umzusetzen», so Abbate, «ist eine noch breitere Unterstützung des Bundes erforderlich.» Das auf den Energiewandel spezialisierte Ingenieurbüro Planair aus La Sagne NE integrierte die Anlage in bestehende Prozesse.

Laut Emmi stammt mehr als ein Drittel der CO2-Emissionen der Schweiz aus der Wärmeaufbereitung. Eigenen Angaben zufolge prüft das Unternehmen derzeit die Einführung von Solarthermie auch an weiteren Produktionsstandorten.

Emmi

 

 

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