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18.10.2022 | Nachhaltigkeit, Innovation | Lesezeit: 2 min

Biobauer plant Agri-Photovoltaikanlage

Aesch/Gelfingen LU - Biobauer Heinz Schmid aus Gelfingen will in Aesch eine Agri-Photovoltaikanlage über seiner Himbeerkultur bauen. Sein Pilotprojekt soll zeigen, ob sich neben dem Energiegewinn auch die Ernte verbessert. Noch ist das die Voraussetzung für die Genehmigung solcher Anlagen.

Biobauer Heinz Schmid will wenige Meter über seiner Himbeerkultur in Aesch eine Agri-Photovoltaikanlage errichten. Auf einer Fläche von 0,72 Hektaren soll das Pilotprojekt laut einem Bericht der „Luzerner Zeitung“ vom 18. Oktober im Jahr rund 500 Megawattstunden Strom produzieren. Dies entspricht dem Jahresverbrauch von 110 Haushalten. Bis zum Stichtag am 17. Oktober sind keine Einsprachen eingegangen.

Mit der Anlage möchte der Landwirt und Präsident des Bäuerinnen- und Bauernvereins unteres Seetal einen Beitrag zur Verbreitung dieser Technologie leisten. „Das Land soll auch in Zukunft primär landwirtschaftlich genutzt werden“, wird Schmid zitiert. „Dank der Photovoltaikanlage erhöhen wir allerdings die Flächennutzung.“ Zudem bräuchten die Beeren nicht so viel Licht und würden vor zu starker Sonneneinstrahlung und Hagel geschützt. Zusammen mit der Forschungsanstalt Agroscope Conthey werden nun drei Systeme geprüft: zwei mit beweglichen und eines mit fest montierten Sonnenkollektoren. 

Der Artikel nennt drei Faktoren, die die Verbreitung dieser Technologie in der Schweiz bisher behindern. Zwar hat der Bundesrat im Juni bestimmt, dass Solaranlagen an Fassaden, Staumauern oder in den Alpen vereinfacht bewilligt werden. Doch auf landwirtschaftlichen Flächen muss nachgewiesen werden, dass sich der Ertrag verbessert. „Es wäre ja schon gut, wenn ich mit meinem Feld gleich viel erwirtschaften und zusätzlich Strom produzieren könnte“, so Schmid. „Die heutige Vorschrift halte ich für zu streng.“

Zudem sind Agri-Photovoltaikanlagen hierzulande noch wenig praxiserprobt und die Investitionen pro Kilowattstunde Strom laut Schmid etwa doppelt so teuer wie auf Dächern. Deshalb klärt Schmid derzeit ab, ob es finanzielle Unterstützung gibt. 

 

 

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