Wir stellen vor: Chantal Brauchli

Seit 1.6.2026 im Stiftungsrätin der Wirtschaftsförderung Luzern

 

 

Das bin ich.

Ich bin Unternehmerin, Luzernerin und Mutter von zwei Teenagerinnen. Nach meiner kaufmännischen Ausbildung stieg ich 2013 in unseren Familienbetrieb Brauchli AG Luzern ein. 2020 wurde ich Teil der Geschäftsleitung und führe seit 2021 als Inhaberin den Holzbau- und Schreinereibetrieb mit seinen rund 50 Mitarbeitenden in fünfter Generation. Seit 2024 bin ich Grossstadträtin in Luzern für die FDP.Die Liberalen. Am 29. April 2026 wurde ich zur Präsidentin des KMU- und Gewerbeverbands Kanton Luzern (KGL) gewählt und darf als erste Frau dem 1894 gegründeten Wirtschaftsverband vorstehen.

Nachgefragt

Welche persönliche Verbindung haben Sie zum Wirtschaftsstandort Luzern? Was motiviert Sie, sich im Stiftungsrat der Wirtschaftsförderung Luzern zu engagieren?

Luzern ist für mich Heimat und Wirtschaftsraum zugleich. Unsere Familie lebt und arbeitet seit Generationen hier, die Brauchli AG Luzern seit 1898. Im Stiftungsrat möchte ich die Perspektive der KMU vertreten und dazu beitragen, dass Luzern für bestehende Unternehmen, Neugründungen und Fachkräfte attraktiv bleibt.

Wie nehmen Sie den Wirtschaftsstandort Luzern heute wahr?

Luzern ist ein starker, vielseitiger und innovativer Wirtschaftsstandort mit hoher Lebensqualität. Gleichzeitig stehen viele Betriebe vor Herausforderungen: Fachkräfte fehlen, geeignete Gewerbeflächen werden knapper und die regulatorischen Anforderungen nehmen zu. Umso wichtiger ist eine Wirtschaftsförderung, die nahe an den Unternehmen ist, pragmatisch handelt und schnell auf neue Entwicklungen reagieren kann.

Welche Vision haben Sie persönlich für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Luzern?

Ich wünsche mir einen Kanton Luzern, der wirtschaftlich prosperiert, sich stabil weiterentwickelt und dabei die attraktive Lebenswelt intakt hält. Dafür braucht es verlässliche Rahmenbedingungen und eine attraktive Berufsbildung, um Fachkräfte von Grund auf zu sichern. Besonders wichtig ist mir, dass die Bedürfnisse der kleineren und mittleren Betriebe im Fokus bleiben. 99 Prozent der privatwirtschaftlichen Unternehmen sind KMU, sie bilden das Rückgrat der Luzerner Wirtschaft.

Was machen Sie, wenn Sie nicht am Arbeiten sind? Wo trifft man Sie in Ihrer Freizeit an?

Meine Freizeit verbringe ich am liebsten mit meiner Familie und Freunden. Besonders gerne bin ich in Luzern unterwegs – sei es bei einem Spaziergang durch die Stadt, bei kulturellen Anlässen oder beim Entdecken kulinarischer Angebote. Mein Lieblingsort ist der Aussichtspunkt an der Bergstrasse. Von dort zeigt sich Luzern von seiner schönsten Seite. Zudem reise ich gerne und schätze es, neue Orte, Menschen und Perspektiven kennenzulernen.