HomeBlog

03.05.21 | 2 min

Mehrsprachige Schweizerinnen und Schweizer: Mythos oder Fakt?

Mehr als zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung über 15 Jahren verwenden regelmässig mehr als eine Sprache. Englisch ist die am stärksten verbreitete Nichtlandessprache und auch die am häufigsten gelernte Sprache in der Schweiz.

Dass die Schweiz vier offizielle Landesprachen hat, ist bekannt: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Für international tätige Firmen interessanter ist zu wissen, wie es um die Mehrsprachigkeit der Schweizerinnen und Schweizer steht und ob sich in der Schweiz mehrsprachige Mitarbeitende einfach finden lassen. 

Die bestechend einfache Antwort dazu ist: Ja. Rund zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung verwenden regelmässig – mindestens einmal pro Woche – mehr als eine Sprache, sei dies bei der Arbeit, im Gespräch mit ihren Angehörigen oder wenn sie Medien konsumieren. 38% brauchen regelmässig zwei, 21% drei, 6,4% vier und 1,7% sogar fünf oder mehr Sprachen. 

Welche Sprachen sprechen die Leute? 
76% der Bevölkerung verwenden regelmässig Deutsch, 65% Schweizerdeutsch, 39% Französisch, 16,9% Italienisch und 0,9% Rätoromanisch. Englisch kommt als häufigste Nichtlandessprache bei 45% der Bevölkerung in der Schweiz regelmässig zum Einsatz. Vor allem die Jungen sprechen Englisch. Fast drei Viertel der 15- bis 24-Jährigen verwenden es mindestens einmal pro Woche. Die am zweithäufigsten verwendete Nichtlandessprachen ist Spanisch mit 6,3%, gefolgt von Portugiesisch mit 4,8%. 

Sprachen lernen für den Job ist weit verbreitet 
In der Schweiz lernt jede fünfte Person ab 25 Jahren eine oder mehrere Sprachen. Besonders die 25- bis 39-Jährigen erweitern ihre Sprachkenntnisse. Am eifrigsten wird Englisch gelernt (34%), danach folgen Deutsch und Französisch mit je 15%, gefolgt von Spanisch und Italienisch. Hauptmotivation für das Erlernen einer Sprache ist der Beruf.

 

Anzahl regelmässig verwendeter Sprachen 2014 und 2019 der ständigen Wohnbevölkerung ab 15 Jahren | © www.bfs.admin.ch/bfs - Erhebung zur Sprache, Religion und Kultur 2019