09.11.2020

App erzählt Geschichte des Luzerner Löwendenkmals

 

Luzern - Die Forschungsgruppe Visual Narrative der Hochschule Luzern macht die historische Erzählung hinter dem Luzerner Löwendenkmal erlebbar. Anlässlich ihres 200. Geburtstags im kommenden Jahr hat sie dazu die App Revive la révolution entwickelt.

 

Anlässlich des 200. Geburtstags des Luzerner Löwendenkmals hat die die Forschungsgruppe Visual Narrative der Hochschule Luzern die App Augmented Revolution Experience (ARE) – Revive la révolution entwickelt. In mehrjähriger Arbeit hatte sie erforscht, wie Kulturerbe interaktiv inszeniert und über mobile Technologien einem breiten Publikum erzählerisch nähergebracht werden kann. „Im allgemeinen Tourismustrubel bleibt die ursprüngliche Bedeutung von Kulturerbe oft verborgen“, wird Forschungsleiter Samuel Frei einer Mitteilung der Hochschule zitiert.

 

Für dieses Projekt spannte seine Gruppe mit dem Historischen Museum Luzern und dem Projekt L21 zusammen. Das Bundesamt für Kultur förderte es mit 164'000 Franken. Die App kann ab dem 7. November kostenlos für iPhones und iPads im App Store heruntergeladen werden. Sie ist unter anderem ein Angebot an die jährlich rund 1 Million Besucher des Denkmals.

 

Mithilfe von Erweiterter Realität macht ARE die Geschichte des 1821 entstandenen Löwendenkmals lebendig. Es wurde zu Ehren von Hunderten von Schweizer Gardisten in einem Steinbruch errichtet, die beim Sturm auf den Pariser Königspalast ihr Leben verloren hatten.

 

Die Erzählszenarien beruhen auf der Theatertour Vive la révolution des Historischen Museums Luzern, die für das Forschungsprojekt neu im augmentierten Raum inszeniert wurden. So finden sich die Betrachter plötzlich mitten im Schauplatz des Tuileriensturms wieder und erleben den Kampf von 1792 hautnah. Kulturerbe wird als in Bewegung geratene Zeitgeschichte erfahrbar.

 

„Wir verknüpfen die historische Erzählung hinter dem Denkmal mit den Möglichkeiten, die uns moderne digitale Technologien bieten“, so ARE-Projektleiter Tobias Matter von der Hochschule Luzern. Doch sei die moderne Technik „nur ein Mittel zum Zweck. Menschen eignen sich Wissen am besten an, wenn sie es mit mehreren Sinnen erleben.“


Forschungsgruppe Visual Narrative, Hochschule Luzern



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