05.06.2019

Altoida holt sich frisches Kapital

 

Luzern - Altoida hat in einer Finanzierungsrunde 6,3 Millionen Dollar eingenommen. Das Luzerner Jungunternehmen entwickelt eine App für die Früherkennung von Risikopatienten für eine Alzheimer-Erkrankung.

 

Bei Alzheimer ist es wichtig, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen. Denn je eher sie behandelt wird, desto besser lässt sich der Verlauf beeinflussen. Das Jungunternehmen Altoida entwickelt eine App, die bei über 62-Jährigen mit einer 94-prozentigen Richtigkeitsrate erkennt, ob sie innerhalb der kommenden sechs bis zehn Jahre an Alzheimer erkranken werden.

 

Die App des Startups basiert auf maschinellem Lernen, Künstlicher Intelligenz und erweiterter Realität. Mit der App führen die Nutzer über ein Tablet oder Smartphone einen Feinmotoriktest mit einem integrierten Versteckspiel in der erweiterten Realität durch. Dabei werden für die Alzheimer-Erkrankung relevante digitale Biomarker gesammelt. Ärzte ziehen aus den Ergebnissen Rückschlüsse auf eine mögliche Gefährdung.

 

Mit seiner Lösung konnte Altoida nun Investoren überzeugen: Bei einer Serie-A-Finanzierungsrunde hat das Startup einer Mitteilung zufolge 6,3 Millionen Dollar eingenommen. Beteiligt waren unter anderem der Risikokapitalarm von Merck KGaA sowie die Risikokapitalfirmen Grey Sky Venture Partners, VI Partners AG, Alpana Ventures und FYRFLY Venture Partners. Das frische Kapital will Altoida nutzen, um die Kommerzialisierung seines Produkts in den USA und Europa voranzutreiben.

 

Altoida ist eine Ausgliederung aus der Universität Zürich. Ihr Hauptsitz befindet sich in Luzern. Ausserdem verfügt das Startup über Niederlassungen in Houston und San Diego.


ALTOIDA



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